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KimberlyNichole gilt als Avantgarde-Sängerin und Songwriterin. Sie wurde mitunter sogar schon „leader of the young soul movement“ genannt. Die aus Seattle stammende Künstlerin arbeitete bereits mit Kollegen wie Bilal, Lyfe Jennings und Dwele zusammen. Vor kurzem veröffentlichte sie ihr Debütalbum “the Yellow Brick Journey". Und darüber hinaus schaffte es Nicholes Single „Can’t Get Enough“ in den Kinofilm "Three Can Play That Game". SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke erzählte sie vom Zauberer von Oz, die Inspiration zu ihrem Album und den nächsten Karneval.
Linda: Was ist eigentlich eine Avantgarde-Sängerin? Kimberly : Das ist eine Sängerin, die gewisse Grenzen überschreitet, und außerhalb dessen geht, was normalerweise von ihr erwartet wird. Und was macht die “Leiterin einer jungen Soul-Bewegung”? Als Künstlerin habe ich mich weiterentwickelt. Eine Künstlerin mit unbegrenzten Fähigkeiten. Aus dem Begriff “Young Soul”, den ich anfangs benutzt habe, bin ich aber mittlerweile schon etwas herausgewachsen. Dein Albumtitel scheint auch erwachsen gereift zu sein. Da habe ich mich von einem meiner Lieblingsfilme, “The Wiz”, inspiereren lassen. Ich fand, dass das Album viele der Themen abdeckt, die in dem Film angesprochen warden: Liebe, Herzschmerz, Mut und seinen Träumen zu folgen. Für sich einen Ort zu finden, den man „zuhause“ nennt. Dieses Album präsentiert all diese Dinge von mir, alles, was ich bisher auf meiner Reise erlebt habe. Was packst du gewöhnlich in deinem Musikkoffer, wenn du verreist? Hm…meine Musik natürlich. Etwas von den Doors, Jimi Hendrix, Tina Turner, Alice Smith, Erykah Badu und noch viel mehr. Und natürlich ein paar scharfe Vintage-Klamotten. Wie war es mit Bilal und Dwele? Vor ein paar Jahren durfte ich direkt vor ihren Konzerten auftreten. Zwei großartige Künstler, die ich respektiere. Die Erfahrung, mit ihnen eine Bühne zu teilen, war großartig.
Und wie kam die Zusammenarbeit mit Lyfe Jennings zustande? Lyfe hat mich bei einem Auftritt in New York gesehen und gefragt, ob ich bei seinem nächsten Projekt singen kann. Das hat Spaß gemacht. Es war großartig, einem etablierten Künstler dabei zuzusehen, wie er aufnimmt und eine Live-Band produziert. Wie hast du es geschafft, dass deine neue Single in einem Film gespielt wird? Ich habe “Can’t Get Enough”, den ich 2007 geschreiben hatte, bei einer Entertainment-Anwaltsfirma in Atlanta eingereicht. Und zum Glück wurde der Song für den Film genommen. Hast du den Film jemals im Kino gesehen? Nein, er kam gar nicht erst auf die große Leinwand, sondern wurde nur als DVD veröffentlicht. Der amerikanische Sender BET zeigt ihn auch manchmal. Wie schafft man es den generell, ganz ohne Major-Label erfolgreich zu sein? Harte Arbeit, Leidenschaft und der Glauben daranDer Erfolg liegt aber oft auch an dem Niveau der Musik. Wer hat dich für das Lied “ Johnny Came Lately” inspiriert? Von vielen Leuten – mich selbst eingeschlossen. Der Song handelt davon, faul und durchs Leben zu gehen ohne sein eigenes Potential weiterzuentwickeln und voll auszuschöpfen. Ein anderes Lied auf deinem Album heißt “Carnival”. Wen würdest du zu einem solchen einladen? Viele Leute – verstorbene wie auch noch lebende: Josephine Baker, Jimi Hendrix, Jim Morrison, Prince, Tina Turner, Beyonce, Andy Warhol, Grace Jones, Rahbi… Ich möchte Leute dabei haben, die an die Freiheit glauben, sich zu entfalten, sich freuen, eine gute Zeit zu haben und niemanden daran hindern lassen, das zu machen, worauf sie Lust haben. Und zu guter Letzt: Welches Album von einem anderen Künstlers kannst du derzeit an Soulfans empfehlen? Little Dragons “Machine Dreams”.
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