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Son of Ellis lautet der Künstlername von Bobby Jones aus Tennessee. Noch vor ein paar Jahren war er bekannt als „Boulovani“. Der Maler und Grafik-Designer porträtiert in seinen Bildern hauptsächlich Menschen, die starke Charaktere sind. In seinem aktuellen Bildband „You Make Life So Goodfinden sich Porträts von Musik-Produzenten, Bloggern und Soul-Stars wie Rahsaan Patterson, Lalah D. Hathaway, Tim Dillinger und James Day. SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke erzählte er von seiner Maltechnik, seiner Inspiration und seiner Beziehung zu Soulmusik.
Linda: Hallo Boulovani , Bobby Jones, lieber Son Of Ellis … wie soll ich dich nennen? Bobby: Bobby ist in Ordnung. Oder BJ. Ich mag auch dein “lieber Son of Ellis”.Was hat es mit deinen vielen Künstlernamen auf sich? Ich habe ursprünglich mit dem Namen Boulovani angefangen. Den habe ich noch zu High School Zeiten zufällig gewählt, blieb an mir aber über Jahre hängen. Vor einigen Jahren entschied ich mich, meine Kunstrichtung zu ändern, in eine kommerziellere Ecke und wollte dementsprechend einen neuen Namen dafür haben.
Ellis war mein Urgroßvater auf der Familienseite meiner Mutter. Ich habe ihn gewählt, weil es zu dem neuen Pfad gepasst hat, den ich eingeschlagen habe. Du bist kein Sänger, sondern grafischer Künstler, aber trotzdem sehr verbunden mit Soulmusik. Warum? Ich habe herausgefunden, dass verschiedene Musikarten mich unterschiedlich motivieren, kreativ zu sein. Soulmusik ist dabei sehr wichtig, weil ich genau das gehört habe, als ich aufgewachsen bin. Zu der Zeit hat man nicht viele schwarze Vorbilder im Fernsehen und oder in den Filmen gesehen. Aber in der Musik gab es jemand, den du verehren konntest. Ich liebe Phyliss Hyman, Donny Hathaway, Patti LaBelle, Diana Ross, Chaka Khan, Sade, Rahsaan Patterson, Lalah Hathaway, Wendy Moten, Oleta Adams und viele andere. Wenn ich gerade etwas kreiere, brauche ich immer Musik, um das Level zu erreichen, das mich als Künstler zufrieden stellt. In deinem neuen Buch sind viele Soul-Künstler, -Produzenten und –Journalisten porträtiert. Wonach hast du sie ausgewählt? Als ich die Idee für das Buch hatte, wollte ich Leute reinbringen, die ich über Internet-Netzwerke wie Twitter und Facebook kenne. Dann habe ich festgestellt, dass ich einige einflussreiche Künstler und kreative Menschen kenne, die wirklich etwas zu sagen haben und mich inspirieren. In deinem Buch schreibt Rahsaan Patterson: "art is imagination realized". Welche Vorstellung hast du selbst von einem erfüllten Leben? Für mich bedeutet es: Hoffnung und Freude statt Schmerzen. Ich denke, dass jeder etwas Bedeutungsvolles kreieren kann. Für viele Leue ist meine Kunst vielleicht nicht das, was sie sich unter Kunst vorstellen. Ich versuche nur, mit dem, was ich mache, Spaß zu haben, und mich nicht darum zu sorgen, ob es jemandem gefällt.Wovon lässt du dich inspirieren? Musik inspiriert mich. Ohne die kann ich nichts kreieren. Wenn sie – dank Musik – entstanden ist, wie kann man sich deine Kunst vorstellen? Sie ist farbenfroh. Lebendig. Wenn ich etwas zeichne, wird es ein Teil der Welt, an die ich glaube. Und wie genau lässt du deine Kunst entstehen? Mit Stift und Papier zeichne ich ein Bild. Dann scanne ich das Bild und benutze einen Computer-Editor, um die Farben hinzuzufügen. Wie hast du dein Talent über die Jahre weiterentwickelt? Als sehr junges Kind hatte ich schon mit Zeichnen angefangen. Ich habe College-Kurse besucht, aber mit den meisten Techniken experimentiert. Ich bin also immer noch am Lernen. Und mit der Zeit werde ich hoffentlich noch besser.Deine Bücher sind nicht nur Sammlungen von Bildern, sondern jeweils einem Thema unterstellt. Welches Konzept steht hinter „You Make Life So Good"? Ich denke, dass jeder etwas zu sagen hat, mit dem er andere Menschen inspirieren kann. Ich habe einfach meine Kunst dazu gepackt. Welche Botschaft willst du mit deinen Bildern vermitteln? Daran erinnern, dass das Leben kurz ist. Versuche es für das zu genießen, was es ist. Deine Arbeiten sind bereits bei Festivals und TV-Präsentationen, insbesondere eine in Bezug auf Soulmusik, gezeigt worden. Wie war das für dich? Solange Musik mit dabei ist, bin ich glücklich. Das darf ruhig so weitergehen. Und wie beschreibst du die soulige Seite deiner Kunst? Es geht um Musik... die Vergangenheit, Gegenwart und hoffentlich auch die Zukunft. Und welches Album würdest du derzeit für glücklichen Musikgenuss weiterempfehlen? Ich kann mich nicht entscheiden. Zuletzt habe ich viel Stephen Simmonds und Sade gehört … alle ihre Alben. Und ich freue mich auch auf die neuen Alben von Sade und Toni Braxton.
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