|
Er beschreibt sich selbst als Neo-Soul-Sänger, Songwriter und Produzent. Dass er mindestens genauso gut ist wie seine Vorbilder Donny Hathaway und R. Kelly will er jetzt mit seinem Debütalbum „On My Own“ beweisen. Über die Musikszene in Detroit und Miami, seine Kollaboration mit Scott Starch und weiteren Musikprojekten sprach er im Interview mit SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke.
Linda: Deine Heimatstadt ist Detroit. Fühlt man denn noch immer das Motown-Fieber vergangener Tage? J-Lyriq: Als Künstler hier aufzuwachsen ist einfach großartig, da fühlt man immer noch. Seit die Temptations und Marvin Gaye top waren, hat sich viel verändert. Aber die Musikszene ist noch immer lebendig mit vielen talentierten Künstlern und das macht schwieriger, den Durchbruch zu schaffen.Du selbst warst die vergangenen Monate auch außerhalb deiner Heimat viel unterwegs. Welcher Ort hat dich besonders beeindruckt? Eindeutig Miami. Das ist so eine lebendige Stadt. Dort findet man so viele unterschiedliche Kulturen, das liefert viele Inspirationen. Wenn ich eins auf meiner Reise gelernt habe, dann dass du raus musst, um neues zu entdecken. Für den Song “Duck Down “ hast du mit Scott Starch zusammen gearbeitet. Wie kam der Kontakt zustande? Ich habe den Track gehört und aus Spaß gemeint, dass ich einen Song für einen neuen Tanz namens „The Duck Down“ machen will. Als es dann soweit war, habe ich überall nur ein gutes Feedback bekommen. Mit wem außer Scott warst du sonst noch im Tonstudio? Für das Album wollte ich mit vielen Produzenten aus der ganzen Welt zusammenarbeiten, damit meine Musik einen ganz anderen Sound bekommt als der Durchschnitt. Da waren Leute aus Deutschland, Canada und den Staaten dabei. Und natürlich auch mit meinem Freund Brilliance aus Detroit und meinem Bruder Commotion. Beide sind auf dem Album vertreten. Deine Songs „Duck Down” und “No More” zeigen, dass du sehr unterschiedliche Stile drauf hast. Wo willst du später weitermachen? Ich möchte eigentlich ungern in eine Kategorie gesteckt werden. Meine Musik ist soulig und hat R&B wie auch Hiphop-Elemente. Ich höre einfach die Musik. Was ich dabei fühle, packe ich dann in den Text. Das kann dann mal HipHop und mal Soul sein.Du schreibst aber nicht nur für dich selbst, sondern auch für andere Künstler. Wo liegt der Unterschied in der Arbeitsweise? Ich habe schon Songs für etliche Künstler aus Detroit produziert, zum Beispiel Ms. Jai and Shay aka Mrs. Jones. Später will ich auch das Material für meinen Bruder Commotion aufbereiten, er ist auch auf meinem Album vertreten.
Aber einen großen Unterschied gibt es da nicht wirklich. Höchstens, dass ich auf deren Persönlichkeit achte, so dass der jeweilige Song zu ihnen passt. Aber vom Anspruch her ist es ähnlich wie wenn meine eigenen Lieder produziere. Dein Album kommt jetzt raus. Was steht bei dir für die nächsten Monate im Kalender? Bei mir sind einige Auftritte geplant, ich will auch ein Video drehen und verreisen, um meine CD zu promoten und entsprechend zu verkaufen. Aber wer weiß, was da noch auf mich zukommt. Ich will mir erst mal einen Namen machen und das Beste tun, um dies zu erreichen.
Mit dem Interview für SoulSite ist damit ein erster Schritt getan. Wer noch mehr über den Sänger erfahren und in ein paar seiner Songs kostenlos reinhören will, besucht einfach mal seine Website unter www.j-lyriq.com.
hoch |
|