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Roi Anthony, auch bekannt als “Chip” bringt den guten alten R&B wieder zurück auf die Plattenteller. Seit Jahren ist der Sänger bereits auf diversen Bühnen in seiner Heimatstadt Louisiana unterwegs. Doch singen alleine reicht ihm nicht. Anthony singt, tanzt, schreibt, arrangiert und produziert für sich aber auch andere Künstler. 2007 hat er nun endlich seine erste EP „True Soul“ herausgebraucht. Mit SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke sprach Roi Anthony über Louisianas Musikszene, seine Gruppe „Legit“ und Soul an sich.
 Roi Anthony Linda: Was verbindet dich mit SOUL? Roi: Also, Soul ist das was ich bin. Wenn jemand fragt, was Soul sei, hoffe ich dass die Leute antworten: Roi Anthony. Das kommt von den 45 Platten, die meine Eltern hatten. Wenn ich sehe, dass sich jemand zum Beat bewegt und dabei gut fühlt, dann weiß ich, wie viel Soul drin steckt. Wir alle haben Seelen und Soulmusik hat den Groove, der tiefe Gefühle weckt.Und wessen Soul lebt in dir weiter? Der Soul von Marvin Gaye, Maze, Gerald Levert, Luther (Vandross) – alle sind in mir drin. Was schätzt du an SOUL? Soul is real. Wir fühlen es jeden Tag, zu guten und zu schlechten Zeiten. Das kommt nicht einfach so. Es wird durch die Musik gefühlt und ausgedrückt. Es heißt, du würdest den wahren Süden Louisianas präsentieren. Worum geht es dabei? Louisiana ist bekannt für seine tiefe Verwurzelung im Blues, Jazz und Gospel. Und Soulmusik stammt vom Gospel. Wir haben die gleiche Akkordweiterenwicklung wie beim Blues und aktuell beim R&B. Meine Musik beinhaltet all das. Genau das höre ich, wenn ich ein Lied komponiere. Seit ich ein Kind war, hatte ich soviel von dieser Musik um mich herum. Und ich trage es noch mit mir, wodurch meine Karriere einzigartig ist.  Roi Anthony Und was hat es mit der Gruppe “Legit” auf sich, die du mit deinen Brüdern gegründet hast? Mein ältester Bruder John Anthony hat die Gruppe gegründet. Seither hat sie sich zu einer der erfolgreichsten Gruppen hier im Süden entwickelt, deren Auftritte man einfach genießt. Sie besteht aus drei Brüdern, John, Chris und ich. Ich bin mit 14 Jahren dazu gestoßen, ohne zu wissen, wie man singt. Aber ich konnte tanzen und produzieren, hab dann mein eigenes Ding gemacht. Wir waren als heiße Underground-Gruppe bekannt, hatten keinen Vertrag, aber waren auf den großen Bühnen unterwegs und haben jedem das Publikum gestohlen. Einfach drei junge Typen, die New School singen, aber noch genug Oldschool draufhaben, um jede Altersklasse zu faszinieren. Wir treten auch jetzt noch auf, sind aber zielstrebig dabei, unsere Solo-Karrieren erfolgreich voranzubringen. Deshalb bin ich jetzt hier.Du produzierst nicht nur deine eigene Musik, sondern bist auch für andere tätig. Welchen Eindruck hast du von der aktuellen R&B-Szene? Die R&B-Szene gab es schon immer. Großartige Künstler wie Gerald Levert, Brian McKnight, Prince und Babyface haben die R&B-Szene groß gemacht. Heutzutage verwirrt es mich aber. Künstler verdienen den höchsten Respekt, wenn sie musikalisches Talent haben, nicht nur singen können. Jene Künstler, die ich genannt habe, sind vielfach talentiert. Wenn ich mir anschaue, wer sich bei „ American Idol” ohne wahres Talent bewirbt und dann einen dicken Vertrag bekommt – was ist das? Es gibt zu viele von uns, die einfach singen können. Die Künstler aus den Achtziger Jahren hatten verschiedene Talente, während die aus den Neunzigern nur singen und tanze konnten. HipHop hat es für R&B-Künstler einfacher gemacht. Die Plattenfirmen sollten nur aufhören Untalentierte unter Vertrag zu nehmen und den musikalischen Meistern das geben, was ihnen gebührt. Viele Soul –und R&B-Lieder handeln von Liebe und Beziehungen. Warum hören die Leute das so gerne, obwohl die Texte meist nur oft Gehörtes wiederholen? Wir lieben nicht alle dasselbe. Aber viele wissen sich nicht besser auszudrücken. Ab und zu gibt es Lieder wie “Love” von Musiq Soulchild oder “Lifetime” von Maxwell, die etwas andere Texte haben. Die meiste Zeit aber sagen wir das gleiche, nur mit anderem Beat. Es heißt, früher war es am Besten, weil Liebe damals sehr stark ausgedrückt wurde. An welchen Projekten warst du zuletzt beteiligt, was ist weiterhin geplant? Im Moment konzentriere ich mich auf meine eigenen Sachen. Aber ich habe zuvor für Lil Romeo, Marques Houston, Forrest Lipton (eine 14-jährige Popsängerin und Schauspielerin) wie auch eine Reihe von Rappern produziert. Ich bin außerdem bei diversen Filmen wie etwa “The Black Supaman” und “Repo” involviert. Ich produziere zudem Kinderprogramme wie “The Jolly Bean Kids” und andere Lernprogramme für die ich Schullieder schreibe. Es ist für mich ein Segen, dass ich diese verschiedenen Schreibtalente habe und sie auch hervorbringen kann.  Roi Anthony Lassen wir das Interview mit allgemeinen Fragen zum Thema Soul ausklingen. Motown or Stax? Beides.Für welchen deiner SOUL-Kollegen hast du Respekt? Ich habe Respekt für D. Angeolo, Joe, John Legend, Alicia Keys, Jill Scott, Lauren Hill, Tweet und natürlich auch für die verstorbenen Luther Vandross und Gerald Levert. Eine SOULvolle Zeile aus einem deiner Lieder. “You are so contagious & I don’t mind catching you so spread all over me, I don’t care to ever find a cure.” Und welchen SOUL legst du auf, wenn es romantisch werden soll? Nimm D´Angelos “Higher” oder eine meiner Nummern oder mache etwas Neues, in dem Moment an sich. Beschreibe mir zu guter Letzt die SOULvolle Seite deiner Musik in einem Satz. Ich bin Gerald, Luther und der Meister Barry White in Einem und gebe dir dir ein soulvolles, angenehmes Gefühl, sobald du meine „True Soul Music“ entdeckst.
Wie wahr sein Soul klingt, kann man übrigens. bei seiner offiziellen Website unter Roianthonymusic.com nachhören. Dort ist übrigens auch seine EP „True Soul“ erhältlich.
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