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Fallen in eigene Traumwelt  
Oktober 2007 :: Frankfurt - Karlsruhe (Email) - von Linda Könnecke  


SaYa – Das sind die Schwestern Samya und Yasmin Asfor aus Frankfurt am Main. Bereits 1995 kooperierte die Jüngere, Yasmin, mit der Gruppe "Messiaz for real". Wenig später glänzte ihre vier Jahre ältere Schwester Samya mit dem Projekt "Die neue Generation". Doch nach etlichen weiteren Zusammenarbeitne mit deutschen Künstlern wagen SaYa jetzt den Weg allein. Nicht solo, sondern in vertrauter Zweisamkeit. Um dem Erfolg noch etwas nachzuhelfen, haben sie sie den Fragebogen von SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke bestellt und ihn mit souliger Ehrlichkeit ausgefüllt.

SaYa :: Fallen in eigene Traumwelt - Oktober 2007
SaYa
Linda: Wann habt ihr zum ersten Mal bewusst Soul gehört?
SaYa: Samya: Auf Soul wurde ich aufmerksam als die erste Platte von Boyz II Men oder Mary J auf den Markt kam.
Yasmin: Als „die Jüngere“ fing es bei mir an ab dem Zeitpunkt an, als Samya anfing, Soul zu hören. Ich erinnere mich, es muss Mariah Carey oder Whitney Houston gewesen sein... bewusst aber ab dem siebten Lebensjahr.

Was war eure erste Soulplatte?
Auch von diesen eben genannten Künstlern. Es waren gleich mehrere auf einmal: SWV, Mariah Carey, Boyz II Men und Mary J Blige.

Was schätzt ihr am Soul?
Soul ist Gefühl und Leidenschaft, was jeder haben kann. Man muss oft in der Musik lernen, dies zu verstehen oder anzuwenden. Nur eine Verschmelzung von Musik und Stimme ergibt eine Harmonie, die mit viel Liebe und Erfüllung, aber auch Schmerz verbunden sein kann. Wenn man den Soul fühlt, fällt man in eine eigene Traumwelt hinein. Man erlebt das, was den Soul ausmacht und die Musik wird dann als eine „Art Glück“ empfunden.

Und welchen deutschen Soul-Kollegen schätzt ihr am meisten?
Unter anderem Joy Denalane, Cassandra Steen und Xavier Naidoo. Sie haben wunderbare Stimmen, eine ausgeprägte Technik und wissen den Soul zum Leben zu erwecken.

SaYa :: Fallen in eigene Traumwelt - Oktober 2007
SaYa
Kommen wir zu eurer eigenen Musik. Ihr kommt aus Frankfurt, einer Großstadt, die sehr multikulturell lebendig ist. Wie wirkt sich dieses Umfeld generell auf eure Musik aus?
Musik ist Leben, deshalb ist alles in unserer Musik auch vereint: unsere Kultur, unsere Religion und sicherlich auch das Umfeld. Das Feedback, auch hier in unserer Stadt, ist sehr positiv, bestimmt auch dadurch, dass die Leute uns leichter verstehen, weil wir deutsch singen. Das nehmen wir als Erfahrung auf und spiegeln es in der Musik wider.

Eins eurer Lieder handelt von Krieg und Frieden. Welche Hauptbotschaft wollt ihr damit in die Welt tragen und welcher Grundgedanke steckt dahinter?
Der Song heißt „Krieg kein Frieden“. Frieden ist ein seltener Luxus, während Krieg im Überschuss herrscht. Das muss auch heutzutage nicht mehr detailliert erklärt werden... aber der Zustand ist für Menschen so „normal“ geworden, dass es vielen hierzulande nicht mehr wirklich auffällt, wie die Welt in unmittelbarer Nähe noch leidet, während es uns hier, im Vergleich, noch gut geht. Wir sollten öfters über so was wie Verantwortung nachdenken und auch Gott danken für das was wir in guten Zeiten haben.

Ich habe gelesen, dass ihr aktuell an eurem Debütalbum arbeitet. Es ist sicherlich noch alles vage, aber wann glaubt ihr, kommt die CD auf den Markt?
Wir haben einige Auftritte hinter uns, darunter auch bei einem Söhne-Mannheim-Event und eine Club-Tour mit Joce’n’Reza und Rimm. Einige Beiträge auf Samplern wie vor kurzem auf der „Black-Affairs“-CD. Wir rbeiten grade noch an der SaYa-Debüt-CD, die auch einige Features beinhalten wird mit Yassir (Bozz Music), Real-Jay und Rimm. Voraussichtlich Ende dieses Jahres wird sie erscheinen.

Was darf der Hörer erwarten, was unterscheidet euren Stil von anderen deutschen Soul- du R&B-Künstlern?
Jeder Künstler hat seine Geschichte, ob von einem „Casting-Regisseur“ entworfen oder die eigene. Im Grunde haben wir jedoch alle nur ein Ziel: unsere Liebe zur Musik nach außen zu bringen und Menschen mitzureißen. Von daher gibt es von uns auch nur realness, basierend auf Texten in Verbindung mit unserer Kultur und unserer Religion, unseren Erfahrungen und natürlich ganz viel Soul ;-). Aber auch Party und Liebe, eben alles was zum Leben dazugehört. Lasst euch überraschen!

SaYa :: Fallen in eigene Traumwelt - Oktober 2007
SaYa
Der „deutsche Soul“-Hype ist ja bereits vor Jahren abgeflacht. Warum glaubt ihr, dass sich dieser Stil trotzdem gegen die amerikanische Konkurrenz durchsetzen kann?

Vielleicht war der Hype ein wenig abgeklungen, aber mittlerweile ist deutscher Soul und R&B gesangstechnisch auch schon weiter, so dass wir hierzulande langsam oder auch schneller anfangen können mit der „amerikanischen Konkurrenz“ mitzuhalten. Diese weist ja über Jahre schon viele Stile im Soulbereich auf, die hier noch zu entdecken wären, also hat das Zukunft und neue Perspektiven.

Sicherlich ist auch Fakt, dass alle im Endeffekt verstehen wollen, was sie hören und die deutsche Sprache im Gesang auch anspruchsvoller sein kann, was wiederum die Möglichkeit bietet, dass tiefgründigere Texte entstehen können. Dadurch bekommen die Hörer einen engeren Bezug und ein leichteres Verständnis zum deutschsprachigen R&B.

Okay, zu guter letzt, beschreibt doch bitte die die soulvolle Seite eurer Musik in einem Satz.
Yasmin: orientalische Einflüsse unserer Herkunft geben uns den nötigen Flair im Gesang.
Samya: Es ist die ewige Liebe dazu, die dich niemals betrügt, verletzt oder enttäuscht.

Und als allerletzte Frage: Nennt mir eine soulvolle Zeile aus einem eurer Lieder.
Yasmin: „Halt an deinen Liebsten fest und das Schicksal erledigt den Rest“
Samya: „Jeden Tag kämpf ich mich durch das Leben, es ist hart und egal was ist, du bist immer für mich da... Musik“




 

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