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Gefühlvolle Balladen, akustische Klänge, eine samtweiche Stimme... all das verbindet man mit Javier. Der aus Hartford, Connecticut, stammende Sänger hatte sein Debüt mit der Single "Crazy". Es folgten die Alben "Javier" und "Left of Center", mit denen er viel erreicht hat - und er hat auch noch eine ganze Menge vor.
Zum ersten Mal können auch die deutschen Fans Javier live erleben, und zwar während seiner gemeinsamen Tour mit Joss Stone, die er auf mehreren Stopps tatkräftig unterstützt. Für Deutschland sind als Termine Hamburg (21. Oktober) und Köln (24. Oktober) festgelegt. SoulSite.de-Redakteurin Katharina Tkatchenko hatte vorab die Möglichkeit, mit dem Sänger zu sprechen.
 Javier Katharina: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Tour mit Joss Stone! Du hast sie bereits während ihrer Tour durch die USA unterstützt und das wird nun deine erste Europa-Tour sein, ist das richtig? Wie fühlst du dich und wie kam es zu der Zusammenarbeit mit Joss? Javier: Das ist mein erstes Mal in Europa und ich bin so glücklich, hier endlich performen zu können. Mir wurde gesagt, dass ich hier Fans habe und ich bin aufgeregt darüber, sie treffen und für sie spielen zu dürfen. Ich habe Joss getroffen noch bevor ihr erstes Album herauskam. Mein eigenes Album ist zu dem Zeitpunkt gerade herausgekommen. Da haben wir zusammen ein Showcase in New York City gemacht. Ich hatte zwar ihren Auftritt verpasst, aber sie hat mir ihre CD gegeben. Als ich sie mir angehört habe, bin ich ausgeflippt. Ihre Stimme war sooo gut. Ich konnte nicht glauben, dass diese Stimme von dem 16-jährigen Mädchen kommt, das ich gerade getroffen hatte. Wir sind seitdem in Kontakt geblieben. Ich sprach mit ihr zuvor in diesem Jahr und sie lud mich auf ihre US-Tour ein. Erst letzte Woche, als die US-Tour zu Ende ging, lud sie mich ein, den europäischen Part ihrer Tour mitzumachen. Sie ist die Süßeste. Innerlich wie auch äußerlich, einfach eine wundervolle Person. Sie hat mich groß mit eingebunden und ich danke ihr dafür.Es ist ebenfalls ziemlich aufregend für uns, denn es sind auch zwei Termine in Deutschland mit aufgeführt. Wie wird es sein, Javier live on stage zu erleben? Wie würdest du deine Show beschreiben? Meine Show wird aus mir und meiner Gitarre bestehen. Sehr intim. Ich habe eine halbe Stunde Zeit, also versuche ich so viel zu singen wie ich kann in dieser Zeit. Normalerweise etwa sechs Songs. Ich führe euch in diesen durch eine große Vielfalt an Emotionen, also seid bereit zu klatschen und bringt einige Taschentücher mit.. (lächelnd). In deinem MySpace-Blog hast du bereits erwähnt, dass du von nun an eine neue Richtung einschlagen wirst. Was kann der Hörer von deinem nächsten Album erwarten? Die neue Richtung hat mehr von einem Sänger/Songwriter-Gefühl. Sie wird immer noch einen R&B-Flavor haben durch die Art wie ich singe. Aber es wird etwas weniger kommerzieller R&B, dafür mit mehr akustischem Soul sein. Auf deiner MySpace-Seite können drei neue Songs gefunden werden: deine Version des Joni-Mitchell-Songs „A Case of You“, und die Songs „Come Through“ sowie „Ok... Here’s The Truth“. Kommen diese Songs auch auf dein neues Album oder sind sie ein Vorgeschmack auf das, worauf sich die Fans in naher Zukunft freuen können? Ich kann mir mein nächstes Album nicht ohne die drei vorstellen. Wer weiß, vielleicht bringe ich andere Songs hervor, die ich mehr mag und schließe diese drei aus der Zusammenstellung aus, aber ich bezweifle es. Ich liebe diese Songs.  Javier Bevor du solo Musik gemacht hast, warst du bereits in zwei Gruppen Frontsänger: in der Neo-Funk-Gruppe EmCQ und später in der Derek Trucks Band. Wie prägend war diese Zeit für dich? Wie war es für dich, Teil einer Band zu sein, und wie anders ist es jetzt also Solo-Musiker zu arbeiten? Es war toll, Teil einer Band zu sein. Ich lernte so viel in beiden dieser Situationen – Dinge, die die Schule nicht lehren kann. Du musst einfach bestimmte Dinge erleben, um sie wirklich zu verstehen. Das Musikgeschäft ist eines dieser Dinge. So viel Spaß es auch gemacht hat, in der Band zu sein, es ist umso intensiver wenn du solo auftrittst. Alles hängt von dir ab. Die großartigste Sache ist die, dass du meist dein eigener Boss bist. Wenn du eine Weile getourt hast und du dich zwischen den Shows für ein paar Tage zu Hause zurückziehen möchtest, musst du das mit niemandem absprechen. Du kannst es einfach machen. Es gibt viel mehr Freiheiten wenn du für dich selbst verantwortlich bist.Seit „Crazy“ sind vier Jahre vergangen. Was hat sich für dich als Musiker verändert? Wo siehst du dich jetzt nach der Veröffentlichung dieser zwei wirklich großartigen Alben? Welche Errungenschaften waren die bedeutendsten für dich, und was sind deine weiteren Ziele? Ich habe mich als Musiker sehr verändert. Ich habe mit der Zeit festgestellt, dass ich mich nicht bedrängt fühlen muss, eine bestimmte Art von Musik zu machen. Ich wollte einfach „gute“ Musik machen. Ich glaube, dass wenn du lange genug gute Musik machst, die Leute sie auch finden und zu schätzen wissen werden. Meine Ziele verändern sich ständig. Ich bin nie damit zufrieden, wie weit ich gekommen bin. Es gibt immer Raum für Verbesserung. Ich muss immer in Bewegung bleiben, denn ich möchte nicht zurückgelassen werden. Und wenn all das heute geendet hätte, wäre ich sehr dankbar für das, was mir gegeben und ermöglicht wurde. Aber es gibt noch so viel mehr für mich zu tun. Wo beziehst du deine Inspiration, wenn es darum geht, einen Song zu schreiben? Ich lasse mich von vielen Sachen inspirieren. Einiges kommt von persönlichen Erfahrungen, Beziehungen, früheren wie auch gegenwärtigen. Anderes kommt absolut von nirgendwo her. Ich wache einfach auf und habe eine Idee für einen Song. Ich liebe es, wenn das geschieht. Auf deinem letzten Album hattest du „Count on Me“ mit Anthony Hamilton. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? Wie inspirierend war es für dich, mit ihm an diesem Song zu arbeiten? Ich liebe diesen Song. Ich hatte das Glück, mit Anthony vor einigen Jahren touren zu können. Wir wurden Freunde und hatten darüber gesprochen, zusammen an einigen Songs zu arbeiten. Als ich an meinem zweiten Album gearbeitet hatte, habe ich ihn angerufen und er hat sich Zeit genommen. Es war eine erstaunliche Erfahrung. Er ist so begabt. Es war eine Ehre, mit ihm zu schreiben und ihn auf meinem Album zu haben.  Javier Es gibt eine Reihe von Musikern, die andere Tätigkeitsbereiche erkunden, vor allem außerhalb der Musik. Wie sieht es mit dir aus? Bisher konzentriere ich mich ausschließlich auf meine Musik. Wenn ich mich dann erst einmal in ihr fest verwurzelt fühle, mache ich vielleicht andere Sachen. Ich werde hoffentlich in naher Zukunft andere Künstler produzieren, also haltet danach Ausschau.Was sind deine weiteren Pläne nach der Tour? Planst du, häufiger in Europa aufzutreten? Bisher habe ich keine konkreten Pläne zurückzukommen, aber ich werde mein Bestes versuchen, jedes Jahr zumindest einmal bei euch aufzutreten. Wenn die Nachfrage besteht und meine Fans mich zurück wollen, werde ich es so oder so möglich machen müssen. Danke dir vielmals für das Interview Javier! SoulSite.de wünscht dir alles Gute und weiterhin viel Erfolg bei allem, was du dir für deine Zukunft vorgenommen hast! Danke dir.. es war mir ein Vergnügen. Ich weiß die Liebe und Unterstützung zu schätzen. Hoffe, dich bald wieder zu sehen.
Wer die zuvor im Interview genannten Songs anhören sowie mehr über Javier erfahren möchte, kann dies auf den Seiten myspace.com/javiermyspace und javieronline.com tun. Ansonsten empfiehlt es sich wärmstens, eines der Konzerte zu besuchen.
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