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Blake Carrington  
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Lenkt und fährt selbst  
Juni 2008 :: E-Mail - von Linda Könnecke  


Blake Carrington nennt sich in einem Zug Produzent, Texter, Arrangeur und Sänger. Dieses Jahr erscheint sein neues Album „Traveling Man” mit der Single “Lie“. Zuvor erschien der Künstler bereits auf Michelob freestyle bei „Funk Master Flex Vol. II”. Bekannt ist er auch fürseine Mitarbeit an den Hits von Bobby Brown, D’Angelo und Carl Thomas. Mit SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke sprach Carrington über seine Wurzeln, die neue Heimat und die Schauspielerei.

Blake Carrington :: Lenkt und fährt selbst - Juni 2008
Linda: Beginnen wir mit einer allgemeinen Frage. Wann hast du erstmals bewusst Soulmusik gehört?
Blake: Ich würde sagen, da war ich neun oder zehn Jahre alt. Ich hatteAshford & Simpson, Teddy Pendergrass, Marvin Gaye ... einfach alle Motown-Sänger gehört.

Was schätzt du am Soul?
Es ist das reinste Gefühl von Leidenschaft, die jemand fühlen kann, wenn sie durch die Stimme transportiert wird.

Du nennst dich Songwriter, Arrangeur und Sänger. Wie fühlst du dich dabei, alle drei Jobs erledigen zu müssen?
Meine Lieder entstehen, indem ich alle drei Elemente gleichzeitig verwende.

Deine neue CD heißt “Traveling Man”. Wohin bringst du deine Zuhörer?
Sie erleben alltägliche Geschichte aus dem wahren Leben. Situationen, die andere Künstler kaum thematisieren.

Blake Carrington :: Lenkt und fährt selbst - Juni 2008
Du hast deine sonnige Heimat Kalifornien und bist ins kühle New York City gezogen. Warum?
Ich habe mich dort nicht mehr wohlgefühlt. Die Musik aus Cali hat sich nicht mehr echt angehört, viel zu sehr Hollywood. In LA ist nicht immer alles wie es scheint.

Und warum keine andere Musikstadt wie Detroit, Atlanta oder Philadelphia?
NY ist das Mekka der Musikindustrie. Ich habe keine Alternative gesehen, meine Karriere weiter auszubauen.

Zu Nachwuchstalenten ist die Industrie generell nicht sehr freundlich. Wie kann man überleben, was empfiehlst du?
Benutze deine Talente und werde darin besser und besser. Sei unabhängig!

Du hast bereits mit Künstlern wie Pharaoh Moch und Camp Lo zusammengearbeitet. Welche Erfahrungen hast du gemacht?
Ihre Arbeitstechnik im Tonstudio hat mich am Meisten beeindruckt. Wo sie ihre Schwerpunkte legen und wie sie gemeinsam Musik entwickeln, gerade so, als gäbe es nichts um sie herum, außer eben Musik machen. Da habe ich mich aufgehoben gefühlt.

Blake Carrington :: Lenkt und fährt selbst - Juni 2008
Dein eigenes Schreibtalent hast du bereits Stars wie Bobby Brown, D‘ Angelo, Michael Jackson und Carl Thomas geliehen. Was konntest du ihnen geben, was sie bisher nicht drauf hatten?
Von mir bekamen sie einen anderen Sound. Es ging weniger darum, ihnen etwas zu geben, was sie noch nicht hatten, vielmehr darum, Musik au seiner anderen Perspektive zu kreieren. Texte, die echter sind, Melodien, die sanfter kommen. Einfach im Blake Carrington-Stil.

Mixtapes sind dir sicher nicht unbekannt. Warum wählen so viele Künstler dieses Format, wenn sie erstmals Musik veröffentlichen wollen, warum keine EP oder ein ganzes Debütalbum?
Es ist kostengünstig, geht direkt an die Leute auf der Straße und ist für jeden Künstler sehr praktisch. Man hört deine Musik, bevor das Debütalbum rauskommt. Bei R&B- und Soulsängern ist es eher selten, zumindest da wo ich wohne. Hier in Harlem, NY, geht es hauptsächlich um Rap. Aber meine gemeinsamen Lieder mit HipHop-Künstlern haben mich dazu gebraucht, mein erstes eigenes Mixtape zu veröffentlichen: Street Soul. Ich wollte auf der Musik nicht hockenbleiben, die Welt soll sie hören.

Jetzt hast du deine eigene Plattenfirma. Wie fühlt sich das an?
Wie Selbstmotivation. Ich bin derjenige, der das Auto fährt und lenkt. Hundertprozentige Kontrolle!

Du bist nicht nur in der Musik- sondern jetzt auch in der Filmindustrie aktiv. Deine ersten Eindrücke?
Anfangs war es komisch, weil ich ja schauspielern musste. Bis dahin hatte ich es noch nie gemacht. Mein Agent hatte mir aber vorgeschlagen, es mal bei einem Vorsprechen zu probieren. Dann erschien es mir natürlich und für meine Rolle in „American Gangster“ bekam ich gute Rückmeldungen.

Ich hoffe, du bleibst der Musik trotzdem erhalten. Zum Schluss eine allgemeine Frage. Beschreibe mir die soulige Seite deiner Musik.
Mein Sound ist der eines “Renaissance Man”. Einer, der furchtlos ist und seine Geschichten aus dem wahren Leben teilen will.




Mit der Produktionshilfe von Jim Nice, 2Beats, AL Scratch and Jesse West entstand sein erstes Projekt “Blake Carrington, the Traveling Man“. Später kam „The First R&B Street Soul Mix-Tape Vol. I”. Für Ende 2008 ist nun das zweite Album, “Be A Man”,angekündigt. Einen Vorgeschmack hört man schon jetzt bei BLAKECARRINGTON.NET und Myspace.com/blakecarrington.

 

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