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Will Preston gehört zur alten Garde von Soulschmachtern und ist doch recht jung. Vor einigen Jahren veröffentlichte er sein Debütalbum „It´s My Will“, später folgte eine Live-CD und DVD. Der Sänger hat noch viel vor in seiner Karriere. Vorerst sprach er mit SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke über unabhängig agierende Musiker, die Geschichte des amerikanischen Souls und seine Lieder.
Linda: Zum Anfang einige allgemeine Fragen über DIE Musik. Welche Soulplatte hast du als erstes gehabt? Will: Lass mich nachdenken. Das war vermutlich „Cooleyhighharmony” von Boyz II Men. Ich bin mir nicht sicher, aber das war auf jeden Fall eine meiner ersten Errungenschaften, damals in der High School, so 1993. Aber noch viel früher bekam ich meine ersten Soulplatten zu hören.Was schätzt du an dieser Musik? Ich liebe die Gefühle, die transportiert werden. Da geht es um mehr als nur großartige Texte oder Melodien. Es ist die ganze Erfahrung, die du miterlebst, das geht auf die Seele. Und für welchen Soulkollegen empfindest du großen Respekt? Alle. Ich applaudiere jeden, der in dieser aktuellen Renaissance des Soul mitwirkt. Wir alle bringen etwas Einzigartiges hinzu, wir alle spielen eine große Rolle dabei. Eine großartige Sache. Wir unabhängigen Künstler singen direkt aus unseren Herzen. Eben wahre, ehrliche Musik. Wir verspüren nicht den gleichen Druck wie Sänger, die bei großen Platten unter Vertrag sind. Wir sind noch riskant, glauben an uns selbst. Als Ergebnis hört man Musik, die sowohl authentisch wie auch einzigartig. Sprechen wir von deinem Soul. Wer beeinflusst dich derzeit beim Liederschreiben? Ich bin ein sehr lyrischer Mensch und liebe Songs, die Geschichten erzählen. Beeinflusst hat mich niemand konkretes, ich verehre aber Songwriter wie Lionel Richie, Babyface, Burt Bacharach, Hal David und David Foster. Ein Liedschreiber muss etwas kreieren können, dass seine Zeit überlebt. All die erfolgreichen ihrer Art haben Lieder geschrieben, die noch heute Wert haben und vielleicht auch in mehr als 40 Jahren. Eins deiner Lieder heißt “The Letter”. Gehörst du noch zu den Menschen, die traditionell mit Stift und Blatt Papier kommunizieren? Das kommt drauf an. Der gute alte Stift und sein Papier sind stets bei mir. Ich denke, dass es Frauen romantischer finden, wenn sie einen handgeschriebenen Brief von ihrem Verehrer bekommen. Besser als per E-Mail.Viele sagen, deutsche Soulsänger hätten international gesehen keine Chance, weil sie nicht die gleiche Historie besitzen wie ihre amerikanischen Kollegen. Was denkst du? Bein uns in den Staaten verbindet Soul die Musikliebhaber miteinander. Es verbindet sie dank vieler Gemeinsamkeiten in der amerikanischen Geschichte. Von James Brown über Aretha Franklin bi shin zu Dionne Warwick. Letztere hatte in den Sechzigern als Erste die Hautfarben-Grenze überschritten und große Erfolge gefeiert. Ihre Lieder sind zu Hymnen und zum Soundtrack vieler sozial-explosiver Ereignisse geworden. Ihre Lieder haben Soulmusik in unserer Gesellschaft etabliert. In wie außerhalb Atlantas feierst du große Erfolge. Welche nächsten Schritte hast du für deine Musikkarriere eingeplant?
Moment läuft es extrem gut, habe weltweit ein Publikum. Zwei erfolgreiche Projekte habe ich bereits veröffentlicht: mein Debüt “It’s My Will” wie “Caught In The Act…The LIVE Experience” mit CD und DVD. Zudem habe ich mit den Besten aus der Musikindustrie arbeiten dürfen. Deshab war es bisher eine großartige Reise. Es kommt aber noch viel mehr von Will Preston. Ich fange ja gerade erst an.
Derzeit arbeite ich an neuem Material für mein nächstes Album. Aber allein schon die letzte “Caught In The Act”-Tour hat mich mit meinen Fans in Kontakt gebracht. Das ist gut. Du weißt nie, wie du die Leute mit einem Song berührst. Aber sie erzählen mir dann oft, welches ihr Lieblingslied ist und vor allem auch warum. Die Tatsache, dass ich meinen Texten und meinem Gesang etwas erreiche, erfreut mich jedesmal von neuem.
Okay, lass uns das Interview mit ein paar allgemeinem zum Soul beenden. Gut, dann los. Welche Platte legst du auf, wenn es romantisch werden soll? Luther, Gladys Knight, meine Sachen.Entscheide dich. Luther or Blackstreet? Warum die Entscheidung? Luther. Wenn es um Romantik geht, ist er die Trumpfkarte. Ist es nicht ironisch, dass der Kenner aller Liebeslieder und nächtlicher Begleitsongs selbst nie eine stabile Liebe in seinem Leben fand? Motown oder Stax? Motown. Obwohl ich die Musik von Otis Redding und vielen anderen Stax-Künstlern liebe. Aber Berrys Leute hatten einfach diesen Sound, der unübertrefflich ist. Zu guter Letzt, beschreibe die soulvolle Seite deiner Musik. Es ist ein unfehlbarer Klang, der warm verführerisch und verlockend daher kommt (hat man mir gesagt).
Nachhörbar unter: Myspace.com/willpreston
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