soul
Interviews :: Konzerte :: Konzertreviews :: Interview-Suche :: Konzert-Suche
soul
 interview
leer
Will Preston  
soulsite.de
Weniger Druck als beim Major  
August 2008 :: E-Mail - von Linda Könnecke  


Will Preston gehört zur alten Garde von Soulschmachtern und ist doch recht jung. Vor einigen Jahren veröffentlichte er sein Debütalbum „It´s My Will“, später folgte eine Live-CD und DVD. Der Sänger hat noch viel vor in seiner Karriere. Vorerst sprach er mit SoulSite-Redakteurin Linda Könnecke über unabhängig agierende Musiker, die Geschichte des amerikanischen Souls und seine Lieder.



Will Preston :: Weniger Druck als beim Major - August 2008
Linda: Zum Anfang einige allgemeine Fragen über DIE Musik. Welche Soulplatte hast du als erstes gehabt?
Will: Lass mich nachdenken. Das war vermutlich „Cooleyhighharmony” von Boyz II Men. Ich bin mir nicht sicher, aber das war auf jeden Fall eine meiner ersten Errungenschaften, damals in der High School, so 1993. Aber noch viel früher bekam ich meine ersten Soulplatten zu hören.

Was schätzt du an dieser Musik?
Ich liebe die Gefühle, die transportiert werden. Da geht es um mehr als nur großartige Texte oder Melodien. Es ist die ganze Erfahrung, die du miterlebst, das geht auf die Seele.

Und für welchen Soulkollegen empfindest du großen Respekt?
Alle. Ich applaudiere jeden, der in dieser aktuellen Renaissance des Soul mitwirkt. Wir alle bringen etwas Einzigartiges hinzu, wir alle spielen eine große Rolle dabei. Eine großartige Sache. Wir unabhängigen Künstler singen direkt aus unseren Herzen. Eben wahre, ehrliche Musik. Wir verspüren nicht den gleichen Druck wie Sänger, die bei großen Platten unter Vertrag sind. Wir sind noch riskant, glauben an uns selbst. Als Ergebnis hört man Musik, die sowohl authentisch wie auch einzigartig.

Sprechen wir von deinem Soul. Wer beeinflusst dich derzeit beim Liederschreiben?
Ich bin ein sehr lyrischer Mensch und liebe Songs, die Geschichten erzählen. Beeinflusst hat mich niemand konkretes, ich verehre aber Songwriter wie Lionel Richie, Babyface, Burt Bacharach, Hal David und David Foster. Ein Liedschreiber muss etwas kreieren können, dass seine Zeit überlebt. All die erfolgreichen ihrer Art haben Lieder geschrieben, die noch heute Wert haben und vielleicht auch in mehr als 40 Jahren.

Will Preston :: Weniger Druck als beim Major - August 2008
Eins deiner Lieder heißt “The Letter”. Gehörst du noch zu den Menschen, die traditionell mit Stift und Blatt Papier kommunizieren?
Das kommt drauf an. Der gute alte Stift und sein Papier sind stets bei mir. Ich denke, dass es Frauen romantischer finden, wenn sie einen handgeschriebenen Brief von ihrem Verehrer bekommen. Besser als per E-Mail.

Viele sagen, deutsche Soulsänger hätten international gesehen keine Chance, weil sie nicht die gleiche Historie besitzen wie ihre amerikanischen Kollegen. Was denkst du?
Bein uns in den Staaten verbindet Soul die Musikliebhaber miteinander. Es verbindet sie dank vieler Gemeinsamkeiten in der amerikanischen Geschichte. Von James Brown über Aretha Franklin bi shin zu Dionne Warwick. Letztere hatte in den Sechzigern als Erste die Hautfarben-Grenze überschritten und große Erfolge gefeiert. Ihre Lieder sind zu Hymnen und zum Soundtrack vieler sozial-explosiver Ereignisse geworden. Ihre Lieder haben Soulmusik in unserer Gesellschaft etabliert.

In wie außerhalb Atlantas feierst du große Erfolge. Welche nächsten Schritte hast du für deine Musikkarriere eingeplant?

Moment läuft es extrem gut, habe weltweit ein Publikum. Zwei erfolgreiche Projekte habe ich bereits veröffentlicht: mein Debüt “It’s My Will” wie “Caught In The Act…The LIVE Experience” mit CD und DVD. Zudem habe ich mit den Besten aus der Musikindustrie arbeiten dürfen. Deshab war es bisher eine großartige Reise. Es kommt aber noch viel mehr von Will Preston. Ich fange ja gerade erst an.

Derzeit arbeite ich an neuem Material für mein nächstes Album. Aber allein schon die letzte “Caught In The Act”-Tour hat mich mit meinen Fans in Kontakt gebracht. Das ist gut. Du weißt nie, wie du die Leute mit einem Song berührst. Aber sie erzählen mir dann oft, welches ihr Lieblingslied ist und vor allem auch warum. Die Tatsache, dass ich meinen Texten und meinem Gesang etwas erreiche, erfreut mich jedesmal von neuem.

Okay, lass uns das Interview mit ein paar allgemeinem zum Soul beenden.
Gut, dann los.

Will Preston :: Weniger Druck als beim Major - August 2008
Welche Platte legst du auf, wenn es romantisch werden soll?
Luther, Gladys Knight, meine Sachen.

Entscheide dich. Luther or Blackstreet?
Warum die Entscheidung? Luther. Wenn es um Romantik geht, ist er die Trumpfkarte. Ist es nicht ironisch, dass der Kenner aller Liebeslieder und nächtlicher Begleitsongs selbst nie eine stabile Liebe in seinem Leben fand?

Motown oder Stax?
Motown. Obwohl ich die Musik von Otis Redding und vielen anderen Stax-Künstlern liebe. Aber Berrys Leute hatten einfach diesen Sound, der unübertrefflich ist.

Zu guter Letzt, beschreibe die soulvolle Seite deiner Musik.
Es ist ein unfehlbarer Klang, der warm verführerisch und verlockend daher kommt (hat man mir gesagt).




Nachhörbar unter: Myspace.com/willpreston

 

hoch
 

 

 

 archiv
leer
2010 - Sandra St. Victor
2010 - Donell Jones
2010 - Tim Dillinger
2010 - Jean-Paul 'Bluey' Maunick (Incognito)
2010 - Rico Levant
2010 - Adwoa Hackmann
2010 - Darrius Willrich
2010 - Jazzy
2010 - Gypsy Stokes
2010 - Beatrice Thomas
2010 - Kaled Ibrahim
2010 - Melania
2010 - Joonie
2010 - Johannes Oerding
2010 - Drew Sidora
2010 - Menoosha
2010 - Bashiyra
2010 - Bobby Jones aka Son Of Ellis
2010 - Jay Sean
2010 - Kimberly Nichole
2010 - Kevin Bryant
2009 - Laura Vane
2009 - Tuomo
2009 - Leon Taylor
2009 - Fetsum
2009 - Adam Emil
2009 - Mic Donet
2009 - Eric Arceneaux
2009 - Kaye-Ree
2009 - The Sweet Vandals
2009 - Cassandra Steen
2009 - Söhne Mannheims
2008 - Rachel Scharnberg
2008 - OleSoul
2008 - Cinnamon Brown
2008 - Will Preston
2008 - Blake Carrington
2008 - U-Nam
2008 - Andreas Horchler
2008 - Earth, Wind & Fire
2008 - Jua
2007 - Valarie Adams
2007 - SaYa
2007 - Kevin Michael
2007 - Javier
2007 - Trizonna McClendon
2007 - Soul Basement
2007 - Shorty Corleone
2007 - Amaree
2007 - Roi Anthony
2007 - Justyn Matthews
2007 - Ruben
2007 - Rico Levant
2007 - Peter Legat (v. Count Basic)
2007 - D.ablo
2007 - Maty Soul
2007 - Simon Webbe
2006 - KEM
2006 - Robin Thicke
2006 - Brown's Bag
2006 - Kyra
2006 - Karl Frierson
2006 - Clara Hil
2006 - Lisha
2006 - Mooli
2006 - Sam Moore
2006 - Gabriel Gordon
2006 - Raiinsongwriter
2006 - Sebastian Hämer
2006 - Martin Luther
2006 - Anam Owili-Eger
2006 - Alison Crockett
2006 - Positunes
2006 - Renaissanz
2006 - Tayo Awosusi
2006 - Codx
2006 - J-Lyriq
2006 - Christina Lux
2006 - Tasha LaRae
2006 - Ray J
2006 - Lab Addicts
2006 - Autumn
2006 - Son-D-Lyte
2006 - Nadja Benaissa
2006 - Carl Keaton Jr.
2005 - Mattafix
2005 - Muhabbet
2005 - Don-E
2005 - John Legend
2005 - Groove Guerrilla
2005 - Bintia
2005 - Naturally 7
2004 - Lutricia McNeal
2004 - Soulounge
2004 - Sedoussa
2004 - Groove Guerrilla
2004 - Mario Winans
2004 - Brenda Russell
2004 - Jocelyn B. Smith
2004 - Rahsaan Patterson
2004 - MIC
2002 - Ramsi Aliani
 newsletter
leer
Melde Dich bei unserem Newsletter an.

Los gehts...