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Der Sänger Leon Taylor der gleichnamigen Band sprudelt vor Energie und Lebensfreude. Bescheiden kommt er um die Ecke mit der Überzeugung, dass gute Musik alles andere als nur einen bestimmten Stil bedienen muss und mit dem Talent für Aufschwung in der deutschen Musiklandschaft zu sorgen. Er teilte sich bereits die Bühne mit Ikonen wie Michael Jackson oder Elton John, hat die Bodenhaftung jedoch noch nicht verloren zu haben. Im Interview mit Soulsite-Redakteurin Feven Kiflom stellt sich Leon Taylor den Fragen zu seiner bisherigen Laufbahn als Sänger.
Feven: Du stammst aus einer Musikerfamilie. Welche Alternativen hättest du gehabt, wenn du nicht den Weg des Musikmachens eingeschlagen hättest? Leon: Für mich gab es nie eine andere Option als Musik machen. Soweit ich zurückblicken kann, ist es das, was ich schon immer tun wollte. Ich hatte das Glück, dass ich mich musikalisch eigentlich immer ganz gut ausleben konnte. Bereits in meiner frühen Kindheit habe ich beispielsweise Songs für Werbung eingesungen.Du bist in deiner Kindheit viel gereist. Wie haben dich die verschiedenen Kulturen geprägt? Ich glaube, dass es sich in meiner Musik gut widerspiegelt, da wir versuchen, Musik zu machen die keine Grenzen kennt. Man hört manchmal deutlich und manchmal unterschwellig heraus, dass wir verschiedene Stilmittel und Musikrichtungen einsetzen. Ich sehe weder bei Menschen noch bei Musik irgendeine Form von Barrieren. Für mich ist ein guter Song ein guter Song, genauso wie ein guter Mensch ein guter Mensch ist. Dabei ist irrelevant, woher er kommt, welche Ansichten er hat oder welcher Religion er angehört. Das ist für mich alles zweitrangig. Inwieweit hat es eure Karriere vorangebracht, dass ihr den John Lennon Talent Award gewonnen habt? Als wir dort anfingen, waren wir sieben motivierte, mutige Künstler. Wir hatten gerade mal einen Monat zusammengespielt, so dass alles sehr frisch war. Plötzlich gehörten wir zu den 14 aus 1200 Bands, die sich angemeldet hatten, und durften bei diversen Workshops teilnehmen und Konzerte geben. Im Prinzip ging es in dieser Förderung darum, das Wissen über die Musikbranche zu vermitteln. Wir werden dem John Lennon Talent Award wohl ewig dankbar sein, da wir in einer sehr kurzen Zeit extrem viel lernen durften, was für unsere zukünftige Karriere Gold wert ist. Welche Erlebnisse konntet ihr bei den bisherigen Konzerten mitnehmen? Unvergesslich ist auf jeden Fall, dass wir als Vorband mit Nik Kershaw für Rod Stewart gespielt haben. Es war eine riesen Bühne und eine unglaubliche Kulisse direkt am Strand mit ungefähr 15.000 Leuten. Das war auf jeden Fall eine riesen Sache für uns. Ein spektakuläres Erlebnis, das seinesgleichen sucht, mal davon abgesehen, dass die Band sowieso eine verrückte Truppe ist und dauernd etwas Witziges passiert. Die Leute haben mitgesungen, geklatscht und gefeiert. Sie haben uns mit offenen Armen empfangen, obwohl das Wetter nicht mitgespielt hat. Daher noch einmal vielen Dank an Eckernförde. Hast du selbst jemals darüber nachgedacht, deine Songs auf Englisch zu verfassen? Auf Deutsch zu schreiben, ist für mich eine Passion. Ich denke, dass es sehr viel zu entdecken und auch sich auszudrücken gibt. Früher habe ich auch auf Englisch geschrieben, aber weniger für mich selbst, sondern als Songwriter für Andere. Mir macht es ganz einfach Spaß, auf Deutsch zu schreiben und zu singen. Natürlich habe ich mal darüber nachgedacht, auf Englisch zu texten, da ich zweisprachig aufgewachsen bin. Aber just im Moment ist es für mich noch viel interessanter, meine Texte auf Deutsch zu verfassen, da es für mich die größere Herausforderung darstellt.Deine Songs sind tiefgründig. Welche Botschaft willst mit Tracks wie „Fliegen“ vermitteln? Auf jeden Fall will ich die Menschen mit meiner Musik und meinen Texten berühren. Ich gebe mir sehr viel Mühe, in der Musik ein Stück von mir selbst widerzugeben, aber zeitgleich die Musik auch noch unterhaltsam zu gestalten. Denn Musik sollte meiner Ansicht nach nicht nur der erhobene Zeigefinger sein, sondern auch Spaß machen. Gerade Songs wie „Fliegen“ beschreiben gut, dass das Leben, welches man als Musiker bzw. Newcomer so führt, immer von den Dingen beherrscht sein sollte, von denen man wirklich überzeugt ist, um dort 100 Prozent zu geben. Das ist für uns auf jeden Fall zu einem Lebensmotto geworden. Kaye-Ree singt Background in deiner Band. Wie habt ihr euch kennen gelernt? Frankfurt ist klein. Gerade, was so das Musikgeschehen angeht ist es extrem weit entfernt von Berlin oder Hamburg. Wenn es gerade so eine talentierte Sängerin in Frankfurt gibt, macht es schnell von sich reden. Ich hatte schon bevor sie mich kannte von ihr gehört, habe sie dann auf einem Konzert gesehen und dachte dass sie der Hammer ist. Die Chemie hatte sofort gestimmt und heute unterstützen wir uns musikalisch. Genauso wie mit der Sängerin Kim Greene ist es eine Freude mit Kaye zu arbeiten. Und nebenbei sehen die beiden nicht nur super aus, sondern können auch noch singen. Können wir in nächster Zeit ein Album von dir erwarten? Ich bin in bald im Studio und bin da kräftig am Texten. Im Prinzip wäre das Material für ein Album oder auch zwei schon da, aber wir sind, was das angeht, sehr pingelig. Wir arbeiten hart daran, die Ideen umzusetzen, die wir haben, und hoffen, dass wir das Material für das künftige Album bis zum Ende dieses Jahres fertigstellen. Da wir nun einmal auf Qualität setzen, brauchen wir Zeit, um unser Ideal zu erschaffen. Ein genaues Datum, wann es in die Läden kommt, kann ich jetzt noch nicht sagen. Was ihr aber definitiv, dieses Jahr noch erwarten könnt, ist ein Road Movie den wir online stellen werden. Dieser beinhaltet eine Dokumentation über unseren bisherigen Werdegang sowie neue Songs aus dem Live Kontext. Für diejenigen die dich noch nicht kennen. Wie würdest du deine Musik in einem Satz umschreiben? Die passende Bezeichnung für unsere Musik ist „Cross Pop“. Das Wort existiert, seit dem es uns gibt, und beschreibt, wie wir viele Musikrichtungen vereinen, aber dennoch populäre Musik machen, die über jegliche Grenzen hinaus geht.
Wer sich weiter über die Entwicklung des Sängers Leon Taylor und seiner Band auf dem Laufenden halten möchte, kann Leon Taylors Twitter, Myspace Seite oder einfach regelmäßig Soulsite.de auf neue News checken.
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