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TaNeal, jene Künstlerin, die im Jahre 2006 den WNC Idol gewann, präsentiert mit „Learning 2 Love“ erwartungsvoll ihr Debütalbum. Alle Songs stammen aus ihrer Feder, wurden selbst produziert und performt.
Ihre musikalischen Einflüsse liegen im Soul, Jazz, Hip-Hop, Pop und im R&B Bereich. Künstler wie Jill Scott, Lauryn Hill, Mary J.Blige, Anita Baker und Cassandra Wilson geben nach eigenen Angaben dem Album „Learning 2 Love“ seine Prägung und wir dürfen gespannt sein, wie TaNeal mit dieser Bandbreite die Gunst des Zuhörers überzeugen kann.
Das Album beginnt mit einem sehr einfühlsamen Intro, in dem uns TaNeal in ihre Träume einlädt und den Zuhörer auf ihre musikalische Reise einstimmt. Die Vorstellung beginnt dann mit dem soulig angehauchten Song „It’s Yours“. Dieser überrascht mit einem mystischen Klangbild, welches man in dieser Form zunächst nicht vermutet hätte. Wie eingebettet in einer anderen Klangwelt fließt TaNeal’s Stimme durch den Song, der im letzten Drittel kurzeitig durch leichte Hip-Hop Vocals von R.Y.A.N. abgelöst wird. Dieser Stimmungswechsel deutet an, wie TaNeal ihre musikalischen Einflüsse in seiner zuvor genannten Bandbreite verarbeitet.
Mit dem nächsten Song „Only One“ geht es soulful weiter und wieder sind es diese außergewöhnlichen Klangeffekte die nun behutsam dem Album seinen konzeptionellen Stempel geben. Diese Linie wird mit dem groovig anmutenden Titel „Shine“ fortgesetzt, der bereits nach kurzer Spieldauer mit seinem sehr einprägsamen Beat, bei mir die Favoritenrolle übernommen hat.
In der Mitte des Albums wird ab dem Track 6 erstmalig auf die intensiven, synthetischen Klangbegleiter verzichtet. Ein kurzer Blick in den Albumflyer zeigt, dies gehört zum Konzept, denn Writer und Producer sind geblieben. Und es funktioniert. Der Longplayer vollzieht in den folgenden Tracks seine spontane Wandlung sehr eindrucksvoll, in denen die Stimme von TaNeal stets das Fundament bildet.
Musikalisch gelingt TaNeal die Balance zwischen Soul und R&B, in denen sich auch die Einflüsse aus Jazz, Hip-Hop und Pop widerspiegeln. Die Produktion überzeugt mit interessanten Klangfarben, hebt eindrucksvoll die gesangliche Qualität von TaNeals Stimme in den Vordergrund und schafft nicht zuletzt mit den eigenen Lyrics eine dichte Atmosphäre. Mit „Learning 2 Love“ liefert die junge Künstlerin ein bemerkenswertes Album ab, welches die Gunst des Zuhörer wohl sicher erreichen wird.
von Erich Rittig |