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2003 brachte Solange ihr erstes Album heraus. Damals erhielt „SoloStar“ recht gute Kritiken, im Verkaufswettbewerb ging es jedoch völlig unter. Die Platte war wohl zu poplastig. Heute ist vieles anders bei der 21-jährigen Sängerin, Songschreiberin und Schauspielerin.
Ihr zweites Album klingt erwachsener und geht deutlich in die Richtung Sechziger- und Siebziger Soul. Auch Neo-Soul-Einflüsse sind zu hören. Und eins gleich vorweg: Diese CD ist keine Kopie ihrer großen Schwester Beyonce. Das stellt Solange gleich im Eröffnungslied “Good Given Name“ klar: „Two girls going into different directions“ singt die Texanerin. Die erste Single „ I Decided „ klingt ziemlich funky und erinnert mit dem Video an die junge Diana Ross. Auch sonst ist das Album stark von der guten alten Motown-Zeit geprägt. Das Album ist einfach perfekt für eine Zeitreise in die Vergangenheit und zeigt, was für eine wunderbare Songschreiberin Solange doch ist. Als Gäste hört man unter anderem Bilal. Mit ihm entführt Solange die Hörer auf eine „Cosmic Journey“. Ebenfalls sehr gelungen ist ihre „Ode To Marvin“, mit dem sie dem Altmeister des Souls ihren Respekt zollt.
Für die wahren Soulliebhaber ist diese CD definitiv ein Geschenk. Vor allem in Zeiten, da fast nur noch 0815-R&B von Künstlern wie Rihanna beachtet wird. Doch Solange bringt den guten alten, handgemachten Soul zurück ins Jahr 2008. Man wünscht sich einfach mehr davon.
von Janni Grigoriou |