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Camiel ist Holländer und spielt die Gitarre – so weit, so gut, aber es wir noch besser, denn der fingerfertige Camiel versteht es seine Spielkunst in ein äusserst wirkungsvolles Sound-Ambiente zu betten. An der Oberfläche bestimmen ein wohlfeile Smooth-Jazz Tendenzen das Geschehen, doch der Gitarrenspieler will mehr, versteht sich offenkundig als Kreateur farbenfroher Musik-Bilder, die die geneigte Hörerschaft unvermittelt in ausgeglichene Wohlfühl-Stimmung versetzen. Camiel´s Spielweise ist in jedem Moment an amerikanischen Vorbildern von Wes Montgomery bis Norman Brown orientiert, drängelt sich aber nie selbstgefällig in den Vordergrund, sondern verbleibt stets ein zusammenführender Teil des Gesamt-Geschehens – stets wohltemperiert und wohldosiert . „The Essence Of Camiel“ bildet den Querschnitt aus 2 Camiel Compact Discs, die der Holländer zwischen 2001 und 2005 eingespielt hat und die ihm sogar einen regelmäßigen Platz in den Playlists einschlägiger US- Radio-Stationen eingetragen haben. Während er auf seinem Debut noch der Verquickung von schwingenden Electronicas und flinker Gitarre den Vorzug gab (und mit derartigen Sounds auch heute noch in jeder gepflegten Lounge-Bar zu Gehör kommen sollte), öffnete er sich für sein zweites Album „Sunset“ einer Vielzahl gern genommener Einflüsse – SO(ul)LA(tin)JA(zz) – in Kombination mit den dezenten Chill-Synthies, lautet das Konzept, in dem der Mann auch seine Variationen zum Thema Disco und Funk zum Besten gibt.
Jörg Michael Schmitt, jms@soulsite.de
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