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Vollbedienung aus Japan. Kenichi Ikeda ist Root Soul, spielt den Bass und kennt die Rahmenbedingungen, die es braucht um die Leute auf die Tanzfläche zu zwingen. Seine ersten Meriten verdiente sich der junge Mann innerhalb der lebhaften Jazz-Szenerie Nippons (u.a. als Mitglied des renommierten Kyoto Jazz Massive Ensembles) – Erfahrungen, die er als Root Soul nun als Grundlage nutzt.
Mit überwältigendem Hochdruck fusioniert der Bassist seine Versatzstücke aus Jazz und Soul und Funk und Latin, unterlegt diese mit ultimativ treibenden Grooves & Beatz, die jegliche Gegenwehr mit massiver Wucht pulverisiert und fügt obendrein die stimmlichen Qualitäten des britannischen Soul (Vanessa Freeman oder Leon King) hinzu. Hochprozentige Bläsersätze führen die Arrangements mit messerscharfer Brillanz an, die auch immer wieder genügend Freiräume für hochfliegende solistische Ausflüge lassen.
In lockerer Manier reiht Root Soul vokal dominierte Dancer und instrumentale Prachtstücke aneinander – und wo diverse Vorgänger sich in sich selbst wiederholenden Formeln verlieren (M-Swift…), gelingt es hier immer wieder mit neuen Variationen (70er Jazz-Funk, 60er Soundtrack, 80er Disco, 90er Nu-Soul etc.) das Interesse auch bei der Nur-Hörerschaft auf das Anregendste zu befeuern. Großes Tanz-Theater und als Zugabe einer der Höhepunkte des Soul-Geschehens 2009 – „My Dream Come True“, dieser sahnig-fließende Midtempo-Traum aus Harmonie, Melodie, Streichern, Hörnern, einem cool agierenden Leon King am Mikrofon und einem Groove, der die Zeit überdauern wird.
Jörg Michael Schmitt, jms@soulsite.de
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