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Bewertung: [ 7 | 10 ]


 

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Love, Life & Relationships
Rachel Brown
 

Damen-Wahl. Bei der Dame unserer Wahl handelt es sich hier und heute um Rachel Brown, die sich mit ihrem neuen (ersten ?) Album „Love, Life & Relationships“ um das vielfach und viel zu häufig geradezu fahrlässig unbeachtete Genre des AOS (steht jetzt für Adult Oriented Soul) verdient macht.

Selbstredend liegt die Lady damit jenseits jegliche Trends und damit ausserhalb des direkten Fokus des gemeinen Soulsite-Users und verdient daher umso mehr die positive Erwähnung im SonicSoul Ambiente. „Life. Love & Relationships“ verweigert sich allen marketingtechnischen Grundregeln des Musik-Business und konzentriert sich dankenswerter Weise in vielfältiger Form auf den guten Ton. Ladies Soul aus den Hoch-Zeiten der Hymans, Mills oder Houstons, wie ihn zuletzt vielleicht noch eine Toni Braxton im Verbund mit Babyface und L.A. Reid repräsentieren konnte.

Natürlich kann Rachel Brown auf die für die Umsetzung des gediegenen Soul unabdingbare Vokal-Präsenz zurück greifen – dazu steuert Produzent und Musik-Mastermind Israel „Iz“ Charles eine wohltönende Song-Auswahl bei, die sich naturgemäß im Bereich der großen Cinemascope-Ballade besonders gern aufhält. Dazu gelingt es Herrn Iz die aus Kostengründen eingesetzen Elektronikas im Warmton-Bereich auszusteuern – ein Umstand der für das Gelingen von „Love….“ von besonderer Wichtigkeit war. Nur so konnten große Balladen gelingen („Learn To Love Me“) oder auch Variationen von Klassikern, wie „Don´t Ask My Neighbor“ (eigentlich ist es an der Zeit eine Renaissance des großen Song-Schmieds Skip Scarborough zu initiieren), die die Eleganz des Originals ein- und ausatmen. Dennoch kann das Duo Iz / Brown nicht alle Untiefen umgehen – Kitsch und Kitsch grüßen in natreen-süßen Sulzen wie „Promise Of Love“ oder „My Child“, der flache House-Mix von „Let´s Fall In Love“ ist ebenfalls nicht sonderlich beeindruckend.

Daher vertraue ich (wie gewohnt) eher den dezenten Jazz-Einflüssen im deep-groovenden „Do What You Do“ oder dem Stepper-Original von „Let´s Fall In Love Again“ – beide Hi-Lites wurden übrigens von Kool & The Gang Vor-Mann James „JT“ Taylor mitverantwortet . Keine neue Sensation, keine Gimmicks, aber gediegen und solide und immer gültig.

 

 

 Jörg Michael Schmitt, jms@soulsite.de

 

 

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