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Eines Tages in Pittsburgh. Antoinette Manganas, selbstständige Betreiberin eines durchaus beliebten Deli-Restaurants bereitet des 19. Gyrosteller des Abends zu, als ein aufmerksamer Gast sie mit der Idee konfrontiert, daß eine Stimme wie die ihre auf die große Bühne gehört und nicht zwischen Tresen und Grill ungehört bleiben sollte. Frau Manganas war überzeugt, stellte eine Band zusammen, Norman Connors fand Interesse, „Verbal Crush“ wurde eingespielt, die Welt horcht auf. Tolle Sache.
Antoinette nennt eine dieser klassischen Lady-Stimmen ihr eigen – eine reiner Ton, elegante Phrasierung, seidiges Finish – rein und makellos. Derart formidabel ausgestattet wagt sich die Dame an ein weiträumiges Programm aus dem Pop entnommenen Standards („Could It Be Magic“ von Barry Manilow, und Carole Kings „It´s Too Late, sowie „Sara Smile“ aus dem Hall & Oates Repertoire)., Jazz und Soul Klassikern („Summertime“ in einer eher unglücklichen Dance Version, dazu Major Harris´ „Love Won´t Let Me Wait“ und „Deja Vu“ aus dem Isaac Hayes Songbook) und einem Ausflug in die wunderbare Welt des Antonio Carlos Jobim („How Insensitive“).
Zurückhaltend begleitet von einem luftig arrangiertem Piano, Bass, Schlagwerk Trio, daß mittels zarter Synthie Gespinste zeitweise untermalt wird, begibt sich Antoinette an ihr Werk und gestaltet das vermeintlich bekannte Melodiengut in ihrem ganz eigenen Sinn. Pop für Erwachsene, garniert mit Jazz und Soul – „Verbal Crush“ ist ganz Antoinette Manganas. privat, direkt, für dich. Und als sahnige Extras (sowie als Appetizer für Herrn Connors neues eigenes Album „Star Power“) gestaltet Norman Connors, der Mann mit dem unfehlbaren Gespür für Vokal-Artisten der Extraklasse, ein Trio erlesener Soul-Jazz Perlen – allein das Manganas Original „Where Do We Go From Here“, daß die Song-Stilisten mit dem unfehlbaren Howard Hewett paart, rechtfertigt jedwede Aufmerksamkeit für „Verbal Crush“ und Antoinette…
Jörg Michael Schmitt, jms@soulsite.de
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