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Distorted = entstellt, verkrümmt, verzerrt, verdreht, deformiert. Aha. Nun schon mal eindeutig klar gestellt, daß es sich bei „Working For The Man“ nicht um eine weiteres Nu-Soul oder gar R&B handelt, sondern daß der Nadir seinen ganz eigenen Weg ins Soul Universum sucht. Dabei greift der Mann in energischer Weise auf die Errungenschaften der Vergangenheit zurück - namentlich liefern die Vorgaben des James Brown die rhythmische Basis, über der Nadir seiner Gitarre eine deutliche Sprache verleiht. Und überhaupt Sprache: Der Artist versteht sich als Kommentator des politischen Geschehens und hält mit deutlichen Meinungsäußerungen nicht hinter dem Berg – ein Bestreben, daß nicht nur in den USA und nicht nur im Oktober 2008 ein Übermaß an Themenvielfalt bietet.
Funk & Rock & politisches Bewusstsein, eine explosive Mixtur, die Nadir und seine jeweilige Begleitung zu energiegeladenen Musiken anstiftet. Treibende Beatz, krachende Gitarren, einschneidende Meinungen. Nadir in der Tradition eine Gil Scott Heron mit der Power eines James Brown und der Sprengkraft von Public Enemy. Molotow-Soul – nicht einfach, aber einfach bewegend, frei nach der Selbstverständnis-Erklärung des Nadir: „I´m telling about stories, singing songs and making music that people moves – spiritually, emotinonally, physically, politically, watever. Don´t just sit there! Do something!”
Jörg Michael Schmitt, jms@soulsite.de
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